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Eine Reise ans schönste Ende der Welt
01.11.2004 bis 24.11.2004
Singapur
(02.11. bis 04.11.2004)
„Einkaufsparadies zwischen Tempel und Moschee“
01. Nov. 2004: Frankfurt > Singapur
· Abflug Frankfurt Flughafen nach Singapur
Auf nach Singapur!!
Der Auftakt einer großer, der größten Reise, die ich je gemacht habe, und auch jemals wieder machen werde. Denn noch weiter weg von zu Hause geht
es kaum noch. Einmal rund um die Welt. Davon träumte ich schon viele Jahre. Ich scheute mich jedoch immer etwas davor. Also fing ich klein an: Zuerst einmal Moskau und Sankt Petersburg, danach Hongkong
(was auch schon ziemlich weit weg war). New York und zweimal Kanada (jeweils einmal die Ost- und Westküste), Kuba und anschließend Andalusien.
Das Jahr 2004 sollte das Jahr der Superlative werden. Meine letzte große Reise, denn wenn es am Schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören. Es
sollte die letzte und schönste Reise werden. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Bereits im November 2003 begannen die ersten Vorbereitungen. Nach und nach nahm die Reise immer mehr Gestalt an, bis sie spruchreif war. Als
Reisezeit hatten sämtliche Reiseführer November vorgeschlagen, der Beginn des Sommers in Neuseeland. Also hieß es durchhalten und den anderen zuschauen wie sie gingen und braungebrannt wieder kamen.
Dann war es endlich soweit. Mit dem Zug fuhren wir von Mannheim nach Frankfurt. Singapur Airlines hieß uns herzlich willkommen, dann begann die
Reise. Der 12-Stunden-Flug nach Singapur zog sich etwas, aber die Anspannung und Vorfreude ließ alle Strapazen vergessen. Nicht zuletzt auch wegen des vorzüglichen Unterhaltungs-programms an Bord, für
das Singapur so bekannt ist.
02. Nov. 2004: Singapur
· Ankunft Singapur
· Orchard Road (Malls)
· Sim Lim Square (Elektronik)
· Little India
· Mustafa Centre
· Fortbewegung hauptsächlich per Taxi
Als wir am nächsten Tag in Singapur landeten und zum ersten Mal das Flughafengebäude verließen, verschlag es uns mehr oder weniger den Atem. Nicht
wegen der Schönheit der Stadt, die sollten wir erst später kennen lernen, sondern wegen der schwülen, subtropischen Hitze.
Am Flughafen wurden wir abgeholt und in unser Hotel gebracht. So konnten wir auf der Fahrt schon einen ersten Eindruck von der Stadt gewinnen. Im
kühlen, vollklimatisierten Bus ließ es sich aushalten.
Nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen und uns etwas ausgeruht hatten, machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Und wieder hatten wir vergessen,
daß wir sehr nahe am Äquator waren. Schon die ersten paar Meter unter freiem Himmel trieb uns den Schweiß aus sämtlichen Poren. Mitleidig sah uns der Hotelpage an und schüttelte den Kopf. Dann meinte er,
daß in ein paar Minuten ein Shuttelbus käme, der uns in die Innenstadt fahren würde.
Die Aussicht auf einen kühlen Bus ließ uns aufatmen. So kamen wir mit kühlem Kopf und trockner Kleidung in der Orchard Road an. Die Kleidung
sollte jedoch nicht lange trocken bleiben. Ein kurzer aber heftiger Regenschauer ließ die eh schon feuchte Luft noch feuchter werden.
Während es regnete schlenderten wir von einem Geschäft ins nächste. Von einer Mall in die andere. Das gute daran war, außer daß wir trocken
blieben, daß die Kaufhäuser gut gekühlt waren, um nicht zu sagen, daß sie Eishallen waren. Wir sollten in den nächsten Wochen noch etwas viel krasses entdecken.
Singapur ist das Einkaufsparadies schlecht hin. Es gibt nichts, was es hier nicht zu kaufen gäbe. Ein Einkaufsparadies zwischen Tempeln und
Moscheen. Mit dem Taxi fuhren wir unsere persönlich gestreckten Ziele an: Mustafa Centre (ein türkisches Kaufhaus), das Sim Lim Square (ein Paradies für Elektronik-Freaks), Little India und
noch einige weitere Malls.
Es ist eine saubere Stadt, eine sehr saubere Stadt. Asiatische Zurückhaltendheit und Höflichkeit scheinen in dieser Stadt vorzuherrschen. Auf eigene Faust erkundeten wir die Stadt, bis uns die Müdigkeit dann doch noch einholte.
03. Nov. 2004: Singapur
· Stadtrundfahrt
· Little India, Hindu Tempel, Chinatown, Botanischer Garten
· Suntec City
· Gondelfahrt auf den Mt. Faber
· Sentosa, Mono-Rail, Merlion, Underwaterworld/Aquarium
· Delphin-Show
· Rückfahrt mit der U-Bahn
· Irrfahrt mit dem Taxi ins Hotel
· Singapur Sling getrunken
An diesem Tag war eine Stadtrundfahrt geplant. Wir besichten Little India (kam uns von Vortag etwas bekannt vor), dort gingen wir in einen
Hindutempel. Dann besuchten wir Chinatown und den botanischen Garten, der nicht zu verachten ist, und viele seltene und seltsame Pflanzen und Blüten zeigt.
Orchideen sind für Singapur etwas Alltägliches. Als besonders gelten dort, die bei uns so verbreiteten, Rosen. In dieser Stadt ist eben alles
etwas anderes. Wie es zu einer guten und durchorganisierten Stadtrundfahrt gehört machten wir auch in einer Goldschmiede halt.
Irgendwann, so gegen Ende der Rundfahrt setzten wir uns ab, und gingen wieder auf eigenen Faust los. Von Suntec City aus fuhren wir auf den Mount
Faber und dann mit der Gondel auf die Insel Sentosa. Einer Vergnügungsinsel, die vor den Toren von Singapur liegt. Singapur selbst hatten wir ja schon erkundet, nun stürzten wir uns auf Sentosa.
Um einen Überblick zu gewinnen fuhren wir mit der Monorail einmal um den Park herum, und setzten dann Schwerpunkte: Als erstes Underwater World
und anschließend eine Delphin-Show. Beide Attraktionen waren sehenswert. Wer bekommt schon seltene Fische und pinkfarbene Delphine zu sehen?
Natürlich mußten wir auch den Merlion, das Wahrzeichen von Singapur besteigen. Es war schon dunkel, als wir von dort aus die Stadt mit ihren
Lichtern photographierten. Dann mußten wir uns beeilen, damit wir die letzte Gondel von der Insel noch bekommen konnten. Außerdem meldete sich der Hunger.
Nach ein paar Fehlversuchen: Eine Irrfahrt führte uns in einen Foodtempel der Einheimischen, in denen es seltsam roch. Es überzeugte nicht, und
verstanden auch den belustigten Ausdruck des Taxifahrers, als wir ihm unser Ziel nannten.
Weil wir kein Taxi bekamen, probierten wir die U-Bahn. Und landeten wieder in Suntec City, wo wir schon einmal einige Stunden vorher waren. Dort
kehrten wir ins Mövenpick Marché ein, etwas, was uns und unserer Nase eher zusagte.
Die Rückfahrt war wieder mal abenteuerlich. Wir fanden mal wieder kein Taxi, und mit der U-Bahn waren wir uns nicht sicher, wo sie uns hinführen
würde. Also benutzen wir einen Trick und überredeten den Portier einen Nobelhotels uns ein Taxi zu besorgen. Ideen muß der Mensch haben!
Im Hotel angekommen tranken wir auf den Schock hin einen Singapur Sling. Er überzeugte zwar nicht, aber wenn man schon mal dort ist … So ist das
eben mit Traditionen.
04. Nov. 2004: Singapur und Flug Singapur > Auckland
· Arab Street
· BootsrundfahrtHarbour Cruise On The Imperial Cheng Hoi
· Flug nach Auckland
Was wir gestern nicht geschafft haben, wollten wir heute nachholen. Nach dem Frühstück und nachdem unsere Koffer wieder gepackt waren, machten wir
uns mit dem Taxi auf den Weg zur Arab Street. Dem arabischen Viertel der Stadt. Es war noch früh am Tage, so hatte nur einige wenige Läden geöffnet. Langsam erwachte die Straße. Geschäfte öffneten ihre
Tore.
Wir bewunderten fremdartig riechende Gewürze, befühlten handgewebte Stoffe und konnten auch nicht der Versuchung widerstehen etwas zu kaufen.
Bereits im Hotel hatten wir eine Bootsrundfahrt gebucht. So machten wir uns dann auf den Weg zum Hafen, und kamen gerade noch rechtzeitig, bevor
das Boot ablegte. „Just In Time“ ist das Zauberwort, so verliert man keine Sekunde des wertvollen Urlaubs.
Die Rundfahrt fand auf einem traditionellen, mit vielen Verzierungen ausgestatten Boot oder vielleicht Dschunke, statt. So sahen wir Singapur vom
Wasser. Fassen wir zusammen: Wir kamen mit der Flugzeug hierher (und werden es auch wieder verlassen), dann sind wir mit Bus und Taxi gefahren. Die Irrfahrt mit der U-Bahn nicht vergessen, die Gondeln
zum Sentosapark und die dortige Monorail. Jetzt ein Boot, gibt es sonst noch ein Fortbewegungsmittel, das man benützen könnte? Richtig: Ein Hubschrauber, dazu später mehr.
Nachdem wir uns in der Hotellobby etwas ausgeruht hatten, wurden wir wieder zum Flughafen gebracht. Zum Abschied winkten wir der Stadt beim Start
zu. Es ist eine saubere Großstadt, jedoch für meinen Geschmack etwas zu nahe am Äquator und daher viel zu schwül und heiß. So etwas mag ich gar nicht.
Wir würden zwar wieder zurückkehren, das Flughafengebäude allerdings nicht verlassen. Gut daß das Gebäude weitgehend klimatisiert ist.
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